Tag 4 – Donnerstag :: Erstmal Klappe halten

Gestern nachmittag ging ich ins Zimmer des großen Sohnes, der nun mit 12 schon viel mehr jugendlich als Kind ist. Zumindest tagsüber. Sein Zimmer war ein Bombeneinschlag und naja, das kenne ich ja und ich weiß auch, dass ich daran wenig ändern kann. Was mich aber ärgerte war, dass die Wäsche, die ich zusammengelegt auf seinen Schreibtischsessel gelegt hatte, von dort offensichtlich auf sein Bett geflogen war, wobei einige Kleidungsstücke das Bett verfehlt hatten. Auf dem Schreibtisch türmten sich Pringles- und Coladosen und es sah aus, als wäre er auf der Flucht gewesen beim Verlassen des Zimmers. Es ärgerte mich, dass…

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Tag 3 – Mittwoch :: Meine Entscheidung

Als mir meine TCM Ärztin vor drei Jahren empfahl den Kaffee wegzulassen, dachte ich mir, ich mach das mal. Ich probier das mal aus, sie wird schon wissen, was sie sagt und was sie sagte, machte auch alles Sinn. Ich litt an einer ziemlichen Erschöpfung und der Kaffee stresste meinen Körper zusätzlich. Weil er den Körper eigentlich immer in einen Stresszustand versetzt bzw. ihm vortäuscht, dass da eine stressige Situation ist, worauf der Körper dank des Koffeins reagiert. Der Entzug war die Hölle. Ich war ja schon erschöpft, aber das war wirklich das Schlimmste. Ich hab am Anfang dauernd Fieber gemessen,…

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Tag 2 – Dienstag :: Und was, wenn das keiner lesen will?

Um diese Frage zu beantworten, hat mir das Universum heute einen Podcast in meinen Social Media Kanal gespült, in dem Jeff Goins genau dazu etwas Gutes gesagt hat. Er meint, dass er oft Blogposts einfach so schreib, ohne viel drüber nachzudenken, halb nackt am Küchentisch. Die kamen voll gut an. Die sind teilweise voll eingeschlagen. Dann gab es Blogposts, an denen hat er wochenlang herumgetüftelt, bis sie am Ende seiner Meinung nach perfekt waren. Und die haben niemanden interessiert. Er meinte mit Büchern sei das genau so. Und ich hab lächeln müssen. Im Bezug auf die Blogposts habe ich genau die…

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Tag 1 – Montag :: Ich schreib jetzt jeden Tag

Es ist Montag. Tag 3 des Koffeinentzuges. Und ich frage mich, warum ich das eigentlich mache. Vermutlich ist es normal, dass man sich das an Tag 3 denkt. Denn der Schädel brummt, ich hab Schmerzen im Ischias und fühle mich wie 90. Ich hab schlecht geschlafen, aber vermutlich wäre ich so oder so müde. Weil der Kaffee eben fehlt, das Koffein sich vom Körper verabschiedet. Eigentlich weiß ich natürlich genau, warum ich das mache. Erstens ist es die pure Wahrheit, dass mir Kaffee nicht schmeckt. Ja, er ist trinkbar, er gehört dazu und wurde zu meinem Morgengetränk, ohne dem ich absolut…

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Sie hatten doch recht

Ihr kennt sie vermutlich auch. All diese Menschen, die davon reden, dass es nicht darum geht, das große Glück zu finden, sondern dass es die kleinen Momente im Alltag sind, die zählen. Diese kleinen wundersamen Erlebnisse und Entdeckungen. Es sind die großen Gurus, die davon reden. Und es sind die einfachen Menschen, die darauf schwören. Aber wir hören das oft und gehen weiter. Nicken und wissen, dass sie irgendwo recht haben. Aber dennoch... wir wollen ja trotzdem das große Glück. Was auch immer das für jeden einzelnen bedeutet. Ich habe gestern den jüngsten Sohn in die Schule begleitet. Er hatte dort…

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Volle Kanne nüchtern

Ich weiß gar nicht so genau, wann das mit dem Trinken angefangen hat. Als ich Teenager war, nervte es mich, welchen Stellenwert Alkohol hatte. Ich war zufrieden mit meiner Cola in der Disco. Ich konnte auch ohne Alkohol Spaß haben. Irgendwann aber schlich sich der Alkohol ein. Als Studentin habe ich dann die üblichen Parties gefeiert. Verkatert in der Vorlesung zu hängen war cool und Teil des Konzepts. Die Arbeit in einer Kneipe untermalte das. Nach der Schicht nach Hause fahren und schlafen? Wie langweilig. Nach der Schicht hinter dem Tresen wechselte ich die Seite und vertrank mein verdientes Trinkgeld. Als…

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Die Welt dreht sich wieder

Puh, das waren zwei schwere Woche. Nicht ganz zwei. Genau vor zwei Wochen war ich noch voller Leben und Leichtigkeit. Und dann auf einmal, hat sie wieder zugeschlagen. Die Erschöpfung. Die Müdigkeit. Das pralle Leben. Es ist hart, wenn einen menschliches Verhalten erschlägt, Vertrauen bricht. In manche Menschen, in das Leben. Es geht so schnell. Und es raubt Energie. So unfassbar viel Energie. Dazu der Schlafmangel, weil man nachts plötzlich mit Wut und Ärger konfrontiert ist. Morgens nur noch traurig und müde im Bad steht. Und sich fragt, wie es wieder einmal so weit kommen konnte. Das Funktionierenmüssen ist das Schlimmste.…

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Ein Tag am Meer

Ein Tag mit mir. Ein Tag im Hier. Letzte Woche musste ich dienstlich für 2 Tage nach Berlin. Weil das ausgerechnet Donnerstag und Freitag waren, beschloss ich das Wochenende dranzuhängen und irgendwann kam mir die grandiose Idee, ich könnte ja für das Wochenende an die Ostsee hinauf fahren. Drei Stunden mit dem Zug schienen mir gemütlich genug, also buchte ich mir ein kleines Zimmerchen und freute mich wie bekloppt darauf. Freitag saß ich also am frühen Abend an der Ostsee und wie immer konnte ich es einfach nicht packen wie glücklich es mich macht dort zu sein. Der Geruch der Kiefernwälder,…

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Volle Kanne Vertrauen

Als ich die Lifetrust Coaching Ausbildung begann, war mir ehrlich gesagt kein bisschen bewusst, was der Name bedeutete. Ich wollte diese Ausbildung bei diesem Lehrer - Veit Lindau. Mich interessierte seine Art und ich wollte keine 0815 Coaching Ausbildung machen. Dass sie beinhalten würde zu lernen dem Leben volle Kanne zu vertrauen - to trust in life - hatte ich irgendwie nicht am Schirm. Nun versuche ich mich immer wieder daran zu erinnern. Dass alles im Leben irgendwie so geht, wie es gehen soll. Dass wir viel mehr vertrauen sollten, als zu versuchen etwas zu erzwingen. Ist aber wie immer leichter…

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Sonnenaufgang oder was ich wirklich will

Für heute früh hatte ich mir fix vorgenommen aufs Dach zu gehen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Der war für 5.42Uhr angesetzt. In den letzten Wochen ist mir durch die Ferien meine neu etablierte Morgenroutine schon wieder durcheinander gekommen und ich finde gerade nicht mehr den Sinn darin, morgens elend früh aufzustehen, um dann mit geschlossenen Augen in der Meditation zu sitzen und zu versuchen, meinen Geist zu beruhigen. Aber in den Sonnenaufgang hatte ich große Hoffnung gesetzt. Der Wecker klingelte um 5.30 Uhr. Das tut er nun schon seit Wochen und heute bin ich sofort beim ersten Läuten aus dem…

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