Es muss sich was ändern – Tag 3

So gut wie nichts geschlafen. Der Sohn hat viel gehustet und schlecht geatmet. Ich hatte Zahnschmerzen. Sozusagen eine Nacht aus der Hölle. Da kam mir das Homeoffice mit dem kranken Sohn gerade recht. Aber ich spürte, dass das eigentlich genau das war, was ich nicht brauchte. Diese Unklarheit. Das Vermischen der vielen Rollen in meinem Leben. Das Sofa, das mich sehnsüchtig anblickte. Mittag war ich allem überdrüssig. Ich saß vor der Schule, um die Tochter abzuholen und fragte mich: Warum? Warum passiert das immer dann, wenn ich gerade wieder in meine Kraft komme. Wenn ich gerade versuche etwas zu ändern, konkret…

0 Kommentare

Es muss sich was ändern – Tag 2

Weniger gut geschlafen, stehe ich dennoch relativ fit auf und begebe mich in den üblichen Alltagswahnsinn. Kaffeekochen, Brote schmieren, Frühstück richten, Kinder wecken, Englisch Grammatik beim Großen überprüfen, der Tochter versichern, dass Dienstag ist und sie ihre Tuesdaysocken anziehen kann, dem jüngsten die letzten Arbeitsblätter zum A und O unterschreiben. Oma kann er jetzt schon schreiben. Also mache ich ein Foto davon. Für die Oma. Das Wetter ist heute sehr viel trüber. Meine Stimmung ist es auch, ich merke, wie ich nach Ablenkung suche. Aber ich bleibe stark und ignoriere Twitter und Co. Stattdessen surfe ich aber. Dafür muss ich mir…

0 Kommentare

Es muss sich was ändern – Tag 1

Ich wache auf vom Weckerklingeln, aber ich bin wach. Ich fühle mich ausgeruht und erholt. Und tatsächlich fitter als die letzten Tage. Gute Motivation meine 30 Tage zu starten. 30 Tage Bewusstheit. Achtsamkeit. Stille im Kopf. Klar muss ich raus, Frühstück machen für die Kids. Die Jausenboxen befüllen. Kaffee trinken. Ich kann nicht aufstehen und eine halbe Stunde meditieren. Ich kann schon und ich habe das auch eine Weile probiert, aber das Ergebnis war, dass ich tatsächlich zu wenig geschlafen habe. Weil ich abends nicht früher ins Bett komme. Das Leben mit Kindern ist eben doch sehr fremdbestimmt, also nehme ich,…

0 Kommentare

Tag 0 – Es muss sich etwas ändern

Vor 3 Monaten, einer Woche und 5 Tagen habe ich zum letzten Mal Alkohol getrunken. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich meinem Körper dankbar wäre, würde er mir eine gewisse Dankbarkeit zeigen. In Form von Energie. Leistungsfähigkeit oder auch einfach nur dem Gefühl von "gesund und munter". Stattdessen spüre ich seit dem Sommer wieder eine Energielosigkeit, die mich zuweilen frustriert, verzweifeln lässt oder auch mal gehörig ankotzt. Denn ich habe das Gefühl wirklich viel zu tun für mich. Ich ernähre mich wirklich relativ gesund. Nein, nicht komplett zuckerfrei oder kohlenhydratefrei oder vegan oder was auch immer für manchen als gesund…

0 Kommentare

Tag 40 :: Sommerlektürenglück

Es war nicht so leicht die Sommerlektüre für diesen Urlaub auszuwählen, weil sich so viele gute Bücher gerade daheim herumstapeln. Ich wählte das einzige Taschenbuch, weil es mir am leichtesten schien: "Der große Sommer" von Ewald Arenz. Und ich hoffte, dass es mich überzeugen und den Urlaub über unterhalten würde. Aber es überzeugte mich nicht nur. Es haute mich um. Noch im Nachtzug begann ich zu lesen und schon die erste Seite sog mich vollkommen ein, ich war sofort drin. In der Story, in der Atmosphäre, der Stimmung, die Ewald Arenz so unsagbar gut beschreiben kann. Ein Traum von einem Buch.…

0 Kommentare

Tag 39 :: Glücksritterin

Im Sommer sind endlos viele Familien unterwegs und wir sind mittendrin. Aber ich fühle mich wie das größte Alien. Denn gefühlt bin ich ausschließlich von heilen Kleinfamilien umgeben. Mama, Papa, ein bis zwei Kinder, selten drei. Und den ganzen Tag habe ich das Gefühl ich reite dazwischen wie die stärkste Ritterin umher. Denn ich mache das alles allein. Von früh bis spät zuständig und von "Mama, schau mal!!" und "Mama, können wir?" und "Mama, ich hab Hunger!" umgeben. Klar schmeiße ich immer mal wieder die Nerven. So wie vorher im Lokal, wo ich ständig schauen muss, dass die Getränke nicht kippen…

0 Kommentare

Tag 39 :: Küstenkind

Es ist kälter hier als in Wien und wir haben wohl vergessen wie kalt kalt sein kann. Also brauchten wir heute neue Pullover am Strand. Ein cooles Geschäft hatte coole Meerespullover und ich konnte nicht umhin, mir den Pullover mit der Aufschrift "Küstenkind" zu kaufen. Am Abend fragte mich die Tochter: "Mama, bist du ein Küstenkind? Weil das steht auf deinem Pulli." Nein, natürlich bin ich das nicht. Und ich dachte auch darüber nach, bevor ich mir den Pullover kaufte. "Durfte" ich das denn? So einen kaufen, wenn ich doch kein Küstenkind war? Aber das stimmte ja auch gar nicht. Denn…

0 Kommentare

Tag 38 :: Erinnerungen überall

Wenn ich in Deutschland in einen Supermarkt gehe, ist das für mich auch immer eine kleine Zeitreise. Es gibt hier einfach viele Dinge und Produkte, die es in Österreich nicht gibt. Abgesehen von den anderen Namen, die die Dinge hier haben. Wenn ich in Ostdeutschland, der ehemaligen DDR in den Supermarkt gehe, ist das alles nochmal verschärft. Denn da reise ich in eine ganz andere Zeit zurück. Und staune immer wieder, woran wir festhalten. Dieses Mal sind es die Schokoladen, die ich entdeckt habe. Diese kleinen Minidinger mit Tiermotiven drauf. Die habe ich als Kind gegessen. Und vielleicht wären die ganz…

0 Kommentare

Tag 37 :: Brauche Urlaub

Im Urlaub mit Kindern hat man genauso viel zu tun, wie sonst auch. Nur woanders. Vielleicht ist auch das Problem das, dass Kinder ja gar keine Entspannung wollen im Urlaub. Die wollen eine lustige Zeit haben. Wir wollen mal ausruhen, lesen, Pause machen. Aber dazu kommt man im Urlaub mit Kindern genauso wenig wie daheim mit Kindern. Es ist trotzdem schön, mal woanders zu sein. Nur muss man sich hier um ganz andere Dinge kümmern. Wo wasche ich mal ein paar dreckige Sachen? Was kaufe ich ein? Was macht Sinn, was nicht so sehr? Und die ewige Frage: Was essen wir,…

0 Kommentare

Tag 36 :: Ein Stein wie das Leben

Heute waren wir am Strand. Oh geliebte Ostsee. Es war richtig viel los, denn es war richtig viel heiß. Aber es war mir richtig richtig egal. Es war überall Sand. Auf unserer Decke. Auf meinem Handtuch. In unserer Strandmuschel. Auch das war mir richtig richtig egal. Das Wasser war so richtig angenehm kühl und natürlich fand ich das hervorragend. Was nicht fehlen durfte: Die Suche nach Hühnergöttern. Den wunderschönen wundersamen Feuersteinen mit Löchern darin. Auch wenn ich daheim schon zig davon habe, kann ich es nicht lassen, sie zu suchen, zu finden und zu sammeln. Immer wieder ließ ich meinen Blick…

0 Kommentare